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Sonntag, 25. August 2013

Kanuhike in seichtem Wasser

Am Freitagmorgen, den 23.08.13, trafen sich zwei Rover und zwei Leiter am Pfarrheim und fuhren gemeinsam nach Untertraubenbach. Im Gepäck, zwei Kanus, Zelte, Rucksäcke und Material für ein entspanntes Wochenende auf dem Regen.
Nach dem Einsetzen schipperten wir gemütlich flussabwärts und konnten die Natur rund um die Uferregionen des Regens genießen.
In Roding schließlich war es Zeit für unsere erste Mittagspause, die wir uns auch redlich verdient hatten, schließlich hatten wir schon ein schönes Stück der ersten Tagesetappe hinter uns. Kurz nach Roding aber ersteinmal ein ungewollter Stopp. Dem niedrigen Wasserstand geschuldet erfüllte die Bootsrutsche am Wehr nicht ihren eigentlichen Zweck und eins der Boote setzte ersteinmal auf. Wir mussten uns dann Zentimeter für Zentimeter, rückender Weise die nassen Holzplanken hinunter arbeiten
Nach dieser mehr lustig als anstrengenden Tortur konnten wir endlich wieder weiterpaddeln.
Am späten Nachmittag erreichten wir unser Tagesziel und legten mit einer eleganten Drehung rückwärts am Ufer an.
Ruck zuck waren die Zelte aufgebaut und wir saßen am späteren Lagerfeuerplatz um uns auszuruhen und die wärmende Abendsonne zu genießen.
Als es langsam kühler wurde entfachten wir ein kleines Feuer und grillten wenig später auf der entstandenen Glut unser Abendsessen; natürlich auf unserem Dreibein aus Eigenentwicklung.
Mit vollen Bäuchen machten wir es uns wieder um das Lagerfeuer gemütlich und ließen den Tag mit allerlei lustigen Geschichten, verrückten Ideen und alten Anekdoten ausklingen.
Doch gegen Ende des Abends wurden wir von plötzlich auftauchenden fliegenartigen Insekten heimgesucht die scheinbar gerade geschlüpft waren. Dutzende verirrten sich in unser kleines Feuer und wenig später als sie von der anderen Seit kamen stürzten sich fast alle im Sturzflug in und um unser Feuer.
Als wir am nächsten Morgen die Feuerstelle begutachteten war der ganze Rand gesäumt mit einer Zentimeter dicken Schicht dieser weißen Insekten. Es sah aus wie ein dicker Aschefilm.
Nachdem wir uns ein reichhaltiges Frühstück mit Rühreier, Speck und Käse bereitet hatten, brachen wir das Lager ab und räumten unseren Zeltplatz auf.
Gegen 09:00 Uhr vergrößerte sich unsere Gruppe nochmal um zwei Roverinnen und ein Kanu, sodass wir dann zu sechst mit drei Kanus wieder im Regen einsetzten.
Die zweite Tagesetappe war wesentlich länger als die gestrige und auch von mehreren Wehren unterbrochen. Meist konnten wir ohne größere Zwischenfälle die Kanus überheben oder einfach durchfahren. Eine Durchfahrt glich einer Wildwasser-Rafting-Slalom-Tour und bei zu starker Strömung kann es leicht passieren, dass man beim festhalten eines Kanus von einem anderen mitgerissen wird und ohne Boden unter den Füßen zwischen den beiden Booten hängend flussabwärts treibt. Aber wir wären keine Pfadfinder, wenn wir nicht alle lachend auch solche Situationen souverän meistern würden.
Und als wir wieder alle in den Booten saßen konnten die Reise weitergehen und wir lagen mal wieder so gut in der Zeit, das wir zwischenzeitlich unsere drei Kanus nebeneinander banden und uns so entspannt, als ein großes Schiff, den Fluss hinunter treiben ließen.
Als wir am letzten Wehr ankamen, war die Aufregung groß. Denn dieses Wehr ist etwas anspruchsvoller die meistern und nicht selten sind wir hier schon hüfttief im Wasser gestanden und haben versucht unsere vollgelaufenen Kanus zu befreien.
Zur Sicherheit haben wir die Ausrüstung zum Ende der Durchfahrt getragen und sind nacheinander mit den leeren Booten hinuntergefahren. Zweimal hat es wunderbar geklappt, doch auch diesesmal mussten wir wieder ein Kanu zwischen den Steinen herausschieben. Dieser kleine Zwischenfall war aber, dank der leeren Boote halb so schlimm und wir konnten nach kurzem Schöpfen wieder die letzten Kilometer nach Mariental in Angriff nehmen.

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir das Ende unserer Kanutour und wie zuvor auch war das Lager in Windeseile aufgeschlagen und wir wärmten uns am knisternden Lagerfeuer.
Als allmählich die Nacht hereinbrach kochten wir uns noch ein übergroße Portion Spaghetti mit Tomaten-Speck-Soße und machten uns wieder einen entspannten Abend am Lagerfeuer, zudem sogar noch spontaner Besuch aus dem Stamm kam.
Am nächsten Morgen, und in der Nacht, goss es wie aus Eimern und wir waren froh das unser Frühstück im nahegelegenen Wirtshaus bereitet war. So saßen wir also wohlriechend geräuchert nach zwei Tagen Lagerfeuer in der Gaststube und freuten uns über unsere trockenen Füße und das reichhaltige Buffet.
Gut genährt packten wir unsere Zelte und Ausrüstung zusammen und fuhren mit den bestellten Abholfahrzeugen wieder zurück ins Pfarrheim.
Ein schöner Tripp auf dem Regen mit Niedrigwasser und wie immer viel zu viel zu Essen.

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